Die mechanische Reinigung

Rund 40 Millionen m³ Abwasser fließen jährlich von den Städten und Gemeinden des Zweckverbands „Klärwerk Steinhäule“ ins Klärwerk an der Donau. Durch mechanische Verfahren wird das Wasser bis zu 25% gereinigt, bevor es weiter in den biologischen Anlagenteil gelangt.

Beim mechanischen Reinigungsprozess werden die Stoffe, die gegenüber Wasser ein anderes spezifisches Gewicht haben, als absetzbare oder schwimmende Stoffe entfernt. Das Abwasser durchläuft zuerst den Sand- und Fettfang, danach den Feinrechen und schließlich das Vorklärbecken.



Belüfteter Sand- und Fettfang

Belüfteter Sand- und Fettfang

Eine verringerte Fließgeschwindigkeit des Abwassers lässt grobe Stoffe wie z.B. Sand, Kies und Steine im Sandfang absinken. Der Sand wird regelmäßig abgesaugt, gewaschen und als Wirbelschichtmaterial verwendet. Damit sich gleichzeitig keine organischen Sinkstoffe absetzen, wird das Wasser im Sandfang belüftet. Durch die Belüftung verbessert sich der Auftrieb der Schwimm- und Fettstoffe, die in einer zweiten Kammer abgeschieden, danach vom Wasser getrennt und schließlich thermisch verwertet werden.

Sandfang
Feinrechen

Feinrechen

In der Rechenanlage erfolgt die Vorreinigung des Abwassers. Der Rechen aus parallelen Stahlstäben fängt schon im Zulaufgerinne grobe Abfallstoffe auf, die anschließend thermisch verwertet werden. Die Anlage arbeitet vollautomatisch, abhängig vom Wasserspiegel vor und hinter dem Rechenrost.

Feinrechen
Vorklärbecken

Vorklärbecken

Weitere Sink- und Schwimmstoffe werden im Vorklärbecken entfernt: Stoffe, die schwerer als Wasser sind, sinken ab. Der entstehende Schlamm wird durch den Bodenräumer in die Schlammtrichter geschoben und durch Pumpen in die Schlammvorlagebehälter gefördert. Leichte Stoffe werden an der Wasseroberfläche abgezogen und ebenfalls thermisch verwertet. Jetzt ist die mechanische Reinigung abgeschlossen. Das Abwasser enthält jetzt noch etwa 75% seiner Verschmutzung in gelöster und feinverteilter Form.

Vorklärbecken